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Schüttere Haare bei Frauen ab 40 – Am Scheitel werden meine Haare immer dünner: Ist ein Alter von 40+ wirklich die magische Verfallsdatumsgrenze von uns Frauen? Beginnt damit wirklich die bodenlose hormonelle Talfahrt mit allen Nebenerscheinungen? Müssen wir uns ab dem vierzigsten Geburtstag fürchten, dass unser Gesicht zusammenfällt und wir unsere Haarpracht verlieren? Müssen wir uns sorgen, eines Morgens die Person, die uns aus dem Badezimmerspiegel entgegen schaut, nicht mehr zu kennen?

Also ich bin jetzt 41 und beim täglichen Badezimmerdate mit meinem Spiegelbild geht es noch sehr harmonisch zu. Ja, ich habe ein paar Falten mehr und ein paar Haar weniger als vor 10 Jahren, aber diese Linien und der etwas zurückgewichene Haaransatz sind die dezenten Lebensspuren auf meinem Körper, mit denen ich mich identifizieren kann.
Mich erstaunt immer wieder, mit welcher Unbedarftheit Ärzte und Apotheker in den Medien den Frauen ab 40 zu Jungbrunnenhormonen raten und sie als Allheilmittel marktschreiend anbieten. Dabei raten einige verantwortungsbewusster Arztkollegen strikte von der unkontrollierten Einnahme von Anti-Aging Hormonen, DHEA oder Wachstumshormonen ab.
Das Gebiet ist zu wenig erforscht und Vorsicht bei der selbst verordneten Einnahme ist geraten.
Für das Problem Haarausfall gibt es bei Frauen um die 40 viele Gründe. Stress, falsche Ernährung, das Umstellen oder Absetzen der Anti-Baby-Pille, hormonelle Veränderungen durch eine Schwangerschaft oder durch eine Operation können die Ursache sein.
Länger anhaltende Stressbelastung verändert den Energiestoffwechsel und kann die Zellen der Haarwurzel, die Haarfollikel und damit das Wachstum des Haares schädigen und negativ beeinflussen, es kommt zu einer Entzündungsreaktion und zum Haarwachstumsstopp. Die Folge ist Haarausfall ohne nachfolgenden Neuwuchs.
Der Haarausfall nach einer Schwangerschaft und Geburt wird durch eine Veränderung des Schilddrüsenhaushalts verursacht, wobei das Haarwachstum verzögert bis eingestellt wird. Speziell nach der Geburt, wenn der Östrogenspiegel rapide abfällt, tritt Haarausfall auf. Mit dem Eintritt in die Wechseljahre steigt der Testosteronspiegel, die Östrogene sinken im Hormonhaushalt, die Folge: erhöhter Haarausfall. Bei 95 % der Haarausfallpatienten sind die ererbten Gene die Ursache des Haarverlustes. Der Verlauf der androgenen Alopezie beginnt bei Frauen am Scheitel und dünnt das Haar am Oberkopf aus, selten kommt es zu einer kompletten Glatzenbildung.
Nährstoffmangel, meist ein Eisenmangel-Syndrom, ist bei Frauen im gebärfähigen Alter Hauptursache des Haarverlustes, meist mit gleichzeitigen Symptomen von Erschöpfung, Müdigkeit, Depression, psychischer Labilität, Schwindel und Konzentrationsschwäche. Der Haarwuchs hat einen hohen Stoffwechselumsatz, braucht viele Nährstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente. Bei Eisenmangel bedarf es meist der Zufuhr von Nahrungsergänzungsmittel, die das Haarwachstum anregen und verstärken.
Hormonelle Veränderungen ab 40 sind ganz natürlich und alltäglich. Erfreulicherweise haben wir es selbst in der Hand, wie und unter welchen Umständen wir älter werden. Hormone können – müssen aber nicht zum besseren Umgang mit Gesichtsfalten und Haarausfall genommen werden. Eine neue schicke Frisur aus dem Frisurenkatalog wäre zum Beispiel was für den nächsten Friseur Besuch. Ich rate allen sich mit seinem Alter und den dazugehörigen Falten und Weh-Wehchen abzufinden. Man muss nämlich in erster Linie sich selbst gefallen und nicht der Gesellschaft. Abgesehen davon, wenn man sich selbst schön findet, strahlt man eine ganz bestimmte positive Aura aus. Dies bezaubert automatisch sein Gegenüber, denn wahre Schönheit kommt nicht nur von Innen – es liegt auch im Auge des Betrachters.
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