Aktuelle News aus dem Friseurbedarf und Frisuren 2010 Bereich.

Es gibt ziemlich viele Stereotype über Männer. Männer seien gefühlskalt und unsensibel. Sie seien körperlich stark, aber ungehobelt im Umgang mit Frauen. Und all diese Eigenschaften rühre aus dem männlichen Desinteresse für Mode, Styling und Körperpflege.
Aber die männliche Gesellschaft befindet sich im Wandel. Es gibt immer weniger sogenannter Naturburschen, und immer mehr smarte, gutaussehende Charmeure mit gebräuntem Taint und schönem, weißen Lächeln. Zum einen mag das an der gewandelten Medienlandschaft, in der nicht mehr nur mit weiblichen Topmodels, sondern auch mit bis aufs Waschbrettbauch definierte, Calvin-Klein-Unterhosen tragenden männlichen Models gewirbt wird, liegen. Und zum anderen könnte durchaus der Boom des Dienstleistungssektors Auswirkungen auf das neue, gepflegte Auftreten des Mannes – zum Zwecke des positiven Effekts auf den Geschäftspartner oder Kunden – gehabt haben.
Und deswegen pumpen Millionen Männer Tag täglich in Fitnessstudios für den Traum vom Waschbrett, legen sich unter die Sonnenbank und benutzen weit mehr als nur ein Kosmetikmittel zur täglichen Körperpflege. Metrosexualität, ein Begriff der erstmalig 1994 auftauchte, ist zu gegenwärtiger Zeit stark verbreitet unter der Gilde der Männer. Metrosexualität ist die Bekenntnis des Mannes zur Pflege der äußeren Schönheit mit Mitteln, die traditionell den Frauen vorbehalten waren. Da wäre zum Beispiel ein akkribisches Achten auf die Frisur und das Styling, oder für männliche Geschöpfe völlig atypische Schönheitsbehandlungen wie Mani- und Pediküre. Dieser Lebensstil wird insbesondere von vielen männlichen Prominenten, seien es David Beckham oder Johnny Depp, vorgelebt, und findet in der einfachen Bevölkerung viele Nachahmer, sodass eine ganze Generation körper- und schönheitsbewusster Männer entstand. Gerade jene setzten immer wieder neue Trends in der aufstrebenen Mode für den Mann. So fand beispielsweise die Farbe Rosa, eine warme feminine Farbe, die so gar nicht zu den alten Klitschees des mürrischen und gefühllosen Mannes passt, Platz im männlichen Kleiderschrank.
Auch wenn der Trend zur Schönheit beim Mann anhält, und sie sich verstärkt für Mode, Fitness, Männerfrisuren und Styling interessieren, solche Männer wollen nicht ins klassische Frauenmuster rutschen, sondern weiterhin als Versorger und Oberhaupt einer Familie, als furchtlose Entdecker und/oder als man mächtige Wesen von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Sie wollen somit an dem traditionellen Verständnis von der Aufgabe des Mannes festhalten, und diesen Aufgaben gerecht werden, indem sie gesellschaftliche Akzeptanz durch ihre eigene Schönheit gewinnen. Damit ist Schönheit für den Mann nicht nur Selbstzweck, sondern auch eine Art Strategie, worin dieser Trend begründet liegen könnte.